Walter De Maria

kuratiert von Christian Herren

Walter De Maria: Energy of Order

15.11. — 25.04.2027

Ausgangspunkt der Ausstellung ist «The 2000 Sculpture» (1992): 2’000 weisse Gipsbarren, die sich in präzisem Rhythmus über eine Fläche von 500 Quadratmetern erstrecken. Von diesem Hauptwerk aus versammelt Energy of Order eine konzentrierte Auswahl aus drei Jahrzehnten – mit zahlreichen Werken aus der Bechtler Stiftung sowie grosszügigen Leihgaben aus Privatsammlungen, dem Kunstmuseum Basel und der Fondazione Prada: die frühe konzeptuelle Zeichnung «Water Water Water» (1965), die raumgreifende Installation «Beds of Spikes» (1968–69), den nur selten zugänglichen Film «Bed of Spikes» (1968–69) sowie «Es gibt im Universum mehr als eine Milliarde Galaxien» (1988), das die Ordnung der Zahlen ins Kosmische erweitert. Im Spannungsfeld von kaum sichtbarer Schrift, körperlicher Gefahr, geometrischer Ordnung und unermesslichen Dimensionen tritt ein grundlegendes Prinzip in De Marias Werk hervor: Präzise Strukturen begrenzen die Wahrnehmung nicht, sondern führen weit über das unmittelbar Sichtbare hinaus.